Myokard

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Der Großteil des Herzmuskels besteht aus den mechanisch aktiven Zellen, dem Trieb-Myokard.

Diese Zellen kontrahieren sich und erschlaffen in regelmäßiger Folge. Die Kontraktion wird als Systole und die Erschlaffung Diastole bezeichnet.

Ein kleiner Teil der Zellen ist auf die Bildung und Leitung von Aktionspotentialen spezialisiert, das sogenannte Erregungs-Bildungs- und Erregungs-Leitungssystem (EBLS). Dieses löst die Herzschläge aus und koordiniert die Aktionen der Vorhöfe (Atrien) und Kammern (Ventrikel).

 

Das Myokard erregt sich rhythmisch selbst durch einen Schrittmacher, die sogenannte Autonomie des Herzens.

Die Myokardzelle bleibt nach der Depolarisation (Na+ Einstrom) mehrere 100 Millisekunden auf einem Depolarisationsplateau (Langsamer Ca2+ Einstrom). Während dieser Zeit ist die Myokardzelle reizunempfindlich (refraktär).

Aktionspotentiale breiten sich über die Gap-Junctions zwischen den Myokardzellen aus, so dass sie immer den ganzen Muskel erfassen und zur maximalen Kontraktion führen. Dies wird als "Alles- oder- Nichts- Gesetz" bezeichnet.

Myokard Aktionspotential

Verlauf Aktionspotential Myokard

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