Sportherz

with Keine Kommentare

Sportherz

Unter dem Begriff des Sportherzens werden physiolgische Anpassungen des Herzens unter einem Ausdauertraining verstanden, man bezeichnet es als erweitertes, hypertrophiertes, gesundes Herz des Ausdauersportlers. Das Sportherz, entgegen dieser Definition, kann daher von damit nicht vertrauten Ärzten oft als krankhaft fehlinterpretiert werden. Bei krankhaften Überbelastungen z.B. in Form von Bluthochdruck oder einer zu engen Klappe reagiert das Herz mit einer Vergrößerung (Hypertrophie). Das Sportherz vergrößert sich auch, allerdings auf einen physiologischen Trainingsreiz hin. Die Sportherzbildung ist somit ebenso wenig krankhaft, wie ein hypertrophierter Bizeps eines Gewichthebers. Im Gegensatz zum krankhaft vergrößerten Herzens, bei dem die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, ist die Leistungsbreite des Sportherzens durch eine vermehrte Kapillarisierung sowie einen gestärkten Herzmuskel vergrößert.

Ein weiteres Merkmal des Sportherzens ist eine trainingsbedingte Pulsverlangsamung (Trainingsbradykardie) in Ruhe, in Extremfällen grade einmal 30-40 Schläge pro Minute. Dies kann sich das Sportherz aber leisten, da es ein entsprechend vergrößertes Schlagvolumen aufweist.

In der Brust von Ausdauersportlern im Hochleistungsbereich schlägt ein riesiger Muskel, das Herz kann sich durch Training in seiner Größe in etwa verdoppeln, damit treibt es mit jedem Herzschlag doppelt so viel Blut durch die Adern wie das Organ eines Untrainierten. Während ein untrainiertes Herz ca. 300g wiegt, erreicht ein trainiertes Herz ein Gewicht von maximal 500g, dieses sogenannte kritische Herzgewicht wird durch Training, im Gegensatz zu krankhaften Prozessen in der Regel nicht überschreiten, die Trainingsbedingte Herzvergrößerung endet jedoch stets, bevor ein kritischer Zustand eintreten könnte. Typisch für die Herzvergrößerung ist dass sie stehts harmonisch verläuft also alle 4 Herzhöhlen gleichermaßen betrifft.

Das Sportherz als dimensionale Anpassung ist darüber hinaus nur bei Leistungssportlern zu beobachten, nicht etwa als Ergebnis von breitensportlicher oder beruflich bedingter Aktivität. Wenn sich der Atleth vom Hochleistungssport verabschiedet, bildet sich das Sportherz gewöhnlich binnen weniger Jahre auf nahezu normale Größe zurück.

Quellen:
https://www.online-trainer-lizenz.de/b-lizenz
R.Rost Lehrbuch der Sportmedizin 4.3.3.7 Trainingsanpassung des Herz-Kreislauf-Systems

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.